Hundeliebe

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Große Freunde

Veröffentlicht 14. November 2015 von sonjaschiff

nutella und pferd

Sie sind groß, also so richtig groß. Viermal, ach was sag ich, zehnmal so groß wie ich! Sie haben einen langen haarige Schweif, viele Haare am Kopf, große dunkle Augen und eine nasse, riesige Schnauze. Oder sie kommen daher mit großen Hörnern, einem dicken Hals und dieser nassen riesigen Schnauze.

Ich liebe Sie!

Sie sind mein Vorbild. Wenn ich groß bin, möchte ich so sein wie sie. Unbedingt. Oder sie zum Freund haben. So richtig zum Freund. Also mit zusammen im Bett liegen, kuscheln oder über die Felder toben.

Frauli hat mir heute erklärt das ginge nicht, weil das Kühe wären und das andere Pferde und die würden nicht im Bettchen schlafen, sondern im Stall. Auch egal. Dann schlafen wir alle, also Frauli, Herrli, Girly und ich halt im Stall. Kein Problem!

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Ich sags Euch, wenn ich so einen großen Freund hätte, dann wären alle total beeindruckt auf der Hundewiese! Da würde mich keiner mehr anknurren, schon gar nicht die doofe Lola! Da würde beim Spazierengehen jeder vor Ehrfurcht zur Seite treten, ob Mensch oder Hund, da würden jedem die Knie schlottern und sie würden staunen über meinen Mut. Weil ich würde einfach Seite an Seite mit dem großen Freund laufen, direkt neben ihm würde ich dahin galoppieren und zwar mit hoch erhobenem Schweif und mit grad durchgedrücktem Rücken.

Ich wünsch mir so sehr so einen großen Freund. Die kleine Girly ist ja als Freundin recht nett, aber sie hat halt nichts Beeindruckendes, die ist so eine graue, kleine Maus mit viel Haaren und großer Schnauze. Aber sie ist halt nix zum angeben.

Heute waren wir spazieren und ich glaube mein Wunsch erfüllt sich bald. Herrli und Frauli haben was von nahenden  Weihnachten geredet, von einem Christkind und von Geschenken und Überraschungen. Und dann sind wir zu einer Wiese gekommen und da standen viele dieser großen Freunde und ich hab gerufen: „Ich nehme den Brauen da drüben, den Braunen!!“ Da hat Frauli lieb gelächelt und mir einen Schmatz gegeben……..

Das war doch ein klares Zeichen, oder?? Ich meine, das kann kein Zufall gewesen sein.

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ich liebe sie, ich liebe sie nicht, ich….

Veröffentlicht 9. Oktober 2015 von sonjaschiff

me and frauli

Manchmal träume ich davon, der einzige Hund in dieser Familie zu sein. „The one and only princess“, sozusagen. Einzelhund, nennt das das Frauli. Also manchmal frag ich mich, wie das Leben so wäre als Einzelhund.

Morgens könnte ich sicher ungestört bei Sonja und Rochus mitten im Bett liegen, stundenlang schlafen und schmusen, ohne diesem leidigen Fiepsen, das bei uns jeden Morgen spätestens ab 6 Uhr beginnt, wenn Girly anfängt rumzuzicken: „Ich will auch ins Bett, ich DARF auch ins Bett, ich hab keine Angst vor Dir, ich komm jetzt auch ins Bett und wehe Du lässt mich nicht, dann hilft mir sicher das Frauuuuuuuuuuuuuuliiiiiiiiiii!“
Klar wacht Sonja dann auf. Klar, ruft sie dann genervt: Raus mit Euch und zwar beide!“ Logisch bin ich dann den restlichen Tag sauer. Ich hasse es einfach! Wie ich das hasse. Als Einzelhund würde mir das sicher nicht passieren. Als Einzelhund würde ich schlafen können bis 9, ach was sag ich, bis Mittag!

diskutieren

Oder wenn das Frauli nach Hause kommt. Wäre ich „the one and only princess“, könnte ich auf Frauli gemütlich zulaufen, könnte mich an sie drücken, mich an ihr reiben, in Ruhe ihre Hände lecken, ihr mein Popöchen hinstrecken zum kraulen und dann würde Frauli sich zu mir runterknien, mich begrüßen, küssen, die Ohren knuddeln. Seufz. So eine schöne Vorstellung!

Wie schauts in meinem Leben tatsächlich aus? Es läutet an der Türe, Frauli kommt zurück, ich trabe los, den langen Gang entlang in Richtung Tür und …zisch….flitzt da die kleine Girly an mir vorbei, haut sich zwischen mir und Frauli auf den Boden, fletscht sie Zähne und schreit hysterisch: „Ich darf Frauli auch begrüßen, dass du es weißt, ich werde zuerst gekrault und überhaupt, iiiiiiiiiiiich zuerst, Frauli hat mich lieber als diiiiiiiich und wenn du böse bist, dann hilft mir das Frauli gaaaaaanz sicher“.

Ich sag Euch, es ist richtig mühsam so ein Stiefschwesterchen zu haben. Ich meine, ich habe ja nix dagegen, dass sie da ist. Aber sie sollte halt tun, was ich sage. Sie sollte lassen, was ich verbiete. Am besten wäre, sie würde möglichst wenig auffallen, also etwa immer brav und unauffällig in ihrem Bettchen liegen. Das wäre dann ja schon nicht schlecht.

Frauli meinte aber kürzlich, als ich wieder einmal davon träumte ein Einzelhund zu sein, ich wäre eine Zicke und ohne Girly wäre mir in Wirklichkeit schrecklich langweilig. Naja, so ein bisschen Langeweile würde doch nicht schaden, oder?

schilfhüpfen

Aber gut, ich gebe zu. Sie hat schon auch ihre Qualitäten. Man kann super mit ihr um die Wette rennen, man kann sie mit einem Judogriff am Nacken super auf den Boden werfen und man kann sie wunderbar im See dümpeln. Das ist dann schon lustig. Diese Gaudi hätte ich als Einzelhund wirklich nicht.

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Ja, und noch etwas ist gut. Sie kann besser betteln als ich. Also genausgenommen bettle ich ja nicht, ich bin bitte eine Prinzessin! Daher bettelt Girly für uns beide und das macht sie echt famos. Ich ruf dann nur: „Hey, Straßenköter, los betteln“ und sie fängt augenblicklich damit an. Immer erfolgreich im Übrigen. Ein bisserl anfeuern muss ich sie schon, aber dann legt sie sich ordentlich ins Zeugs und schon wird ein Streichwurstbrot oder Käse oder wenigstens ein Stück Brot gereicht. Nein, da kann ich nicht meckern, betteln das kann sie.

brav tun

Das müsste ich als Einzelhund selbst erledigen….. iiiigiiittt….da bin ich dann schon irgendwie dankbar dafür, dass sie da ist.
Naja, mal sehen: Ich liebe sie, ich liebe sie nicht, ich liebe sie, ich……