Frauli & Herrli

Das hier sind Frauli & Herrli. Oder Sonja & Rochus, wie sie sich selbst nennen.
Die beiden sind ganz okay. Sorgen für Futter, für ein feines Bett, haben ein cooles großes Sofa zum Lümmeln, streicheln mit Begeisterung meinen Bauch, gehen mit mir und dem Ritter Othello oft spazieren, machen viele Faxen um uns zu unterhalten. Sie bemühen sich um mich. Keine Frage.

Sonja & Rochus haben im Mai 2012 beschlossen ihr Leben für einen zweiten Hund zu öffnen. Mein Frauli ist ein wenig romantisch. Sie hat gemeint: „Der richtige Hund wird uns begegenen. Und wir werden wissen, der gehört zu uns.“
Anfang Juni ist Frauli dann über dieses Online-Inserat gestolpert und hat es wieder und wieder besucht und gesehen, daß mich niemand haben will. Irgendwann hat sie dann dort angerufen und ein paar Tage später kamen sie mit Othello auf Besuch- zu Judith und Heinz und der Hundemeute, mit der ich gelebt habe nach der Zeit im Auffanglager Nitra. Ich wusste sofort: Das ist meine Chance!

Sonja und Rochus schauen gut gefüttert aus. Also müssen sie gute Jäger sein. Das ist wichtig für eine Prinzessin! Man will ja nicht hungern. Der olle Othello kam mir auch gutmütig vor. Und dann hörte ich sie erzählen, von einer Wohnung in Salzburg und einem Haus in Ungarn. Nicht schlecht, oder? Eine Prinzessin braucht doch Abwechslung!

Ich hab mich vielleicht ins Zeugs gehauen. Also so weit das halt ging. Ihr müsst wissen, ich war damals noch ein wenig ängstlich. Und an dem Tag der ersten Begegnung fuhren so viele Traktoren und Motorräder rum, die einen Höllenlärm machen und Prinzessinnen echt ängstigen. Aber alles cool, hey. Hab mich hingesetzt, wenn die Angst groß wurde. Bin weiter gegangen, auch wenn die Knie zitterten. Was man alles macht, wenn man seine Chance wittert! Ich hatte jedenfalls das Gefühl, daß sie von mir arg beeindruckt waren.

Und eine Woche später fuhr die Pflegemama Judith mich in die große Stadt. Zu Sonja, Rochus und Othello. Zu einem Künstler, einer Gerontologin (hoffe das ist nichts Gefährliches!) und zu Othello, einem alten ritterlichen Hund.

Tja, und da lebe ich jetzt! Sonja und Rochus wollen mich gut erziehen, sagen sie. Eh okay. Ich will sie ja auch gut erziehen. Hab gleich am ersten Tag damit begonnen. Herrli meinte, ich müsste in einem Bettchen neben seinem Bett schlafen. Hat er 10 laaaange Minuten versucht. Ganz schön ausdauernd, der Mann. Dann durfte ich endlich ins große Bett. Ich hörte noch Herrli zu Sonja sagen: „Es ist die erste Nacht.“ Da war ich schon eingeschlafen am Fussende seiner Bettseite.  Und das ist bis heute so geblieben!

Sonja ist da ja der hartnäckigere Fall. Wir üben „Platz“ und „Sitz“ und „Hiiiiier“. Ich folge natürlich prächtig. Aber ich verspreche, es kommt der Moment da folgt dann sie.

Also, Ihr seht, ich bin recht zufrieden. Sie nennen mich „Prinzessin Nutella“. Musste ich ihnen gar nicht beibringen. Das kam von ganz alleine. Liegt wahrscheinlich an meiner noblen Haltung. Sie haben erkannt was ich erwarte so an Service, denke ich mal.

Das Leben meint es gut mit mir.
La vita e bella!

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