Wir retten Hitchcock!

Veröffentlicht 28. Juli 2013 von sonjaschiff

hitchcock2Vor ein paar Tagen lief ein Eichhörnchen durch unseren Garten, was ich bekannterweise gar nicht mag. Mein Garten ist mein Garten! Also tat ich was man als Hund eben tun muss: Nix wie hinter dem Eichhörnchen her bis es über die Bäume unseren Garten verlassen hat!
Doch dann hörte ich ein Fiepsen und gleich danach noch eines! Meine Freundin Girly stürzte in Richtung des Fiepsens, aber ich war schneller! „Mahhhh, ein Qietscheball“, dachte ich voll Freude, packte ihn und brachte ihn zu Frauli, die mir schon hektisch entgegen lief und rief „Nutella, hiiiier und gib mir den Ball!“ Ja und was tut man als gut erzogener Hund mit einem Ball nach dem Frauli verlangt? Eben. Man legt ihn ihr sanft in die Hand. Tat ich dann auch.

Aber Frauli warf mir nicht, wie sonst immer, den Ball erneut. Nein, sie trug den Quietscheball davon und kümmerte sich stundenlang um ihn. Sogar nachts stand sie auf und bedüdelte ihn.

Okay, okay, es war kein Quietscheball. Es war ein Baby von dem Eichhörnchen, das ich durch den Garten gejagt habe. Hat es wohl vor Schreck fallen gelassen. Oder es ist abgestürzt und seine Mutter wollte es holen, als ich es davon jagte. Es war ein verletztes Eichhörnchenbaby.

Frauli nannte es Hitchcock und ich hörte sie immer flüstern: Na, du kleiner Kämpfer, wir schaffen das schon!“ Herrli hat Spritzen, Sauger, Tee, Milch und Vitamintropfen besorgt und im Internet stundenlang nachgelesen was so ein Babyhörnchen braucht. Frauli hat dann die Wunde versorgt und mich dabei ein bisschen schief angesehen. Dann bekam Hitchcock alle 2 Stunden zu Trinken, auch nachts! Nach dem Füttern wurde ihm ausgiebig der Bauch massiert, weil so Hörnchen das brauchen zum Pipi-Machen. Und er musste es warm haben. Also lebte er sozusagen 3 Tage an Fraulis Busen. Maaahhhhhhhhh!

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Nur nachts schlief er in einer Kiste, darin waren Fraulis hellblaue Fleece-Lieblingssocken. Die darf ich normalerweise, obwohl ich sie sooooo liebe, nicht mal ein bisschen ins Maul nehmen, da werde ich sofort geschimpft, wenn ich die vertragen will. Aber der kleine Schmarren, der durfte darin schlafen!

Gut. Ich half also Frauli bei der Pflege von Hitchcock. Und wie! Ich bewachte ihn, beschnüffelte ihn und beleckte ihn. Naja, wenn Frauli den so lieb hat, muss ich mein Bestes geben.

eichhörnchen

Gestern hat Frauli dann das Baby eingepackt und zur Wildtierexpertin Sue gebracht, damit er nach Graz gebracht wird zu Wildtiere in Not, dort wird er dann zusammen mit vielen anderen Eichhörnchenbabys aufgezogen und später ausgewildert.

Frauli war ein bisschen traurig als sie Hitchcock wegbringen musste. Ich glaube sie hatte ein bisschen Angst, dass er es ohne sie nicht schaffen würde oder er sie vermissen könnte. Und stellt euch vor, als er in seine neue Höhle gelegt wurde, wollte er tatsächlich immer raus. Also entschied Frauli, dass er die blauen Socken behalten dürfte. Und siehe da, sie legte die Socken in die neue Höhle und augenblicklich rollte sich Hitchcock zusammen und schlief. Tja, jetzt sind sie futsch meine geliebten Socken……

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Heute haben wir erfahren, dass es Hitchcock, nach einer sehr kritischen Nacht, supergut geht. Und es ist heute sogar ein weiteres Findel-Eichhörnchenbaby eingezogen. Hitchcock und Eric – voila! Da liegen sie nun in meinen Socken.

 hitchcock und eric

Also, wir haben Hitchcock gerettet! Hab gehört das gibt gutes Karma!
Und wir alle hoffen er wird ein großes Eichhörnchen und zeugt viele, viele Babys….die hoffentlich nie vom Baum fallen.

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4 Kommentare zu “Wir retten Hitchcock!

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