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Alle Beiträge aus dem Monat Januar 2013

Schwesterherz

Veröffentlicht 29. Januar 2013 von sonjaschiff

 

akira und maya

 

raya1 Könnt Ihr Euch noch erinnern an meine Herkunft?

Richtig. Ich wurde auf einer Müllhalde gefunden. Übrigens nicht alleine, sondern zusammen mit  meiner Schwester Maya. Wir wurden ins Auffanglager Nitra/ Slowakei gebracht und danach zur Pflegefamilie nach Oberösterreich. Und von dort hat mich das Pflegefrauli zu Sonja, Rochus und Othello gefahren. Da lebe ich jetzt. Und wie ich da lebe!
Meine Schwester Maya blieb damals zurück. Vielleicht erinnert Ihr Euch sogar an meine Erzählung und den Aufruf am Ende, es war vor einem halben Jahr. 

raya2
Nun, ich kann berichten, sie hat einen tollen Platz gefunden.  Eh ganz bald nachdem ich ausgezogen war. Marina, das Frauli von Raya (so heißt Maya jetzt), ist über meine schöne Homepage gestolpert und hat Sonja eine Email geschrieben mit vielen Fotos von Raya.

Na, wie findet Ihr meine Schwester? Sehr Ihr eine Ähnlichkeit? Frauli meinte meine Schwester wäre etwas größer und kräftiger, mehr der Rottweiler. Naja, ich bin ja bitte auch die Prinzessin in der Familie! Prinzessinnen sind halt mal zart.

Aber wir dürften auch viele Ähnlichkeiten haben. Beide lernen wir gerne, machen freudig Training und folgen nur wenn es uns auch passt. Beide toben und spielen wir fürs Leben gerne. Beide schmusen wir morgens laaaaange im Bett von Frauli, wollen abend aber unsere Ruhe haben vor dem Geschmuse. Und beide besetzen wir gerne das Familiensofa! Guckt mal! Mein Schwesterherz am Sofa!

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Toll, dass wir beide eine nette Familie gefunden haben. Ich freu mich sooooo für meine Schwester.

Meine Schwester hat sogar Pferde als Freunde! Stellt euch das vor, Pferde! Das sind diese großen Viecher vor denen ich mich fürchte. Typisch für meine Schwester, dass sie so große Tiere als Freunde hat. Naja, ist halt meine Schwester, die war immer schon die Wildere. Und ich bin eben die Prinzessin in der Familie.

Wisst Ihr was super wäre?????? Mal meine Schwester wieder zu sehen……..

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Geburtsmonat! Endlich erwachsen….

Veröffentlicht 12. Januar 2013 von sonjaschiff
Photo by Gianna Gratzfeld

Photo by Gianna Gratzfeld

Da ich ja auf einer Müllhalde gefunden wurde, weiß niemand so genau wann ich genau geboren wurde und damit Geburtstag habe. Irgendwann im Jänner 2012 auf alle Fälle. Auch gut. Dann hab ich halt nicht Geburtstag, sondern GeburtsMONAT! Frauli stimmt dem voll zu. Sie meint, Hunde würden ja kürzer leben als Menschen, also würde ihnen ein Geburtsmonat zustehen. Der Jänner ist also mein Geburtsmonat! Ich hab Geburtsmonat!! 30 Tage lang Geschenke, 30 Tage nur liebe Worte und 30 Tage Unsinn machen ohne Rügen- weil Prinzessin hat Geburtsmonat. Ihr seht, ich komme grad ins Schwärmen …..

Also. Ich bin jetzt ein Jahr alt und damit bin ich endlich erwachsen. Jupiduuu!
Ich muss nun meinen Aufgaben nachkommen: Die Welt erobern und kontrollieren! Da heißt es bellen was das Zeugs hält. Im Restaurant andere Hunde verbellen. Beim Spaziergang den Fischer anbellen. Vor der Terrassentür Wache halten und die Vögel draußen am Vogelhäuschen verbellen. Morgens am Schlafzimmerfenster stehend das im Garten vorbeilaufende Eichkätzchen verbellen und zwar so laut, dass Frauli fast aus dem Bett fliegt. Die Rotweinflasche am Kasten war doch nie dort? Also verbellen! Und kürzlich musste ich im Auto auf Herrli warten, da lief eine Katze über die Straße und ich nix wie vor auf den Fahrersitz und bellen, bellen und huuuuuuupen!!!!!!
Erwachsensein ist aufregend. So aufregend.
Nur Frauli nervt ein bisschen. Sie packt mich immer wieder am Nacken und sagt so Dinge wie „Lass das!“ oder „Fräulein, ich kontrolliere. Nicht du.“ Dann muss ich Fuß gehen und folgen und das Bellen bleibt mir in meinem Hals stecken und wird zu einem jämmerliches Knurren. Dabei macht Bellen doch voll viel Spaß! Aber ich muss zugeben Frauli hat alles gut unter Kontrolle. Sogar ohne Bellen.
Naja, zum Glück hab ich ja auch ein Herrli und zum Glück folgt der dem Frauli kaum. Sie versucht ihn ja zu erziehen und sagt immer wieder „du musst Nutellas Bellen unterbinden“ oder „pack sie am Nacken, wenn sie kläfft“, aber ich glaub Herrli mag es, wenn ich belle. Und zum Glück sind wir ja oft alleine. Und wenn die blöde Katze draußen vorbei läuft im Garten, dann öffnet Herrli mir lächelnd die Terrassentür und looooos geht’s. Hehehehe……

Photo by Rochus Gratzfeld

Photo by Rochus Gratzfeld