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Alle Beiträge aus dem Monat Juli 2012

Ich fahr auf Urlaub!

Veröffentlicht 28. Juli 2012 von sonjaschiff

Frauli und Herrli packen seit Stunden Koffer. Sogar eine Tasche mit Näpfen und Fressen haben sie eingepackt! Was ist denn jetzt schon wieder los? Kann mich mal bitte jemand aufklären?

Othello findet das irgendwie gar nicht aufregend. Er hat sich neben die Taschen und Koffer gelegt und macht ganz gemächlich auf Bewacher. „Wir fahren auf Urlaub!“ hat er mir erklärt. Urlaub? Was ist das denn?

„7 Stunden Autofahren, dann aussteigen und den Berg hoch, dann cooles Haus mit Garten und viel Zeit mit Frauli und Herrli. Das ist Urlaub.“ hat mir Othello grad erklärt. Besonders vorgeschwärmt hat er mir übrigens von der Sommer-Leselümmel-Terasse. Frauli und andere BesucherInnen (im Bild unten die Schwester von Frauli) würden dort stundenlang rümhängen, lesen, Musik hören, abends DVD schauen und er könnte schlafen, schmusen und schlafen und schmusen. „Dieses Mal wirds halt eng auf der Lümmelterasse“ meinte er und schaute mich dabei vorwurfsvoll an.

„Außerdem gehen wir jeden Tag baden und schwimmen“ erzählte Othello und meinte weiter „Na, Gott sei Dank bin ich wenigstens im Wasser mit Frauli alleine“. Täusche ich mich oder macht er sich über meine Angst vor tiefem Wasser lustig? Soll sich nicht zu früh freuen der alte Knacker!

Also, Frauli hat mir jetzt alles erklärt.
Wir fahren morgen nach Italien, in ein Bergdorf über dem Lago Maggiore. In dem Dorf fahren keine Autos und ich darf dort 3 Wochen lang ohne Leine laufen. „Wir beide machen lange Spaziergänge durch die Wälder und auf die Berge.“ hat sie erzählt. Und Othello? „Der bleibt bei Herrli im Garten, der schafft die steilen Wege nicht mehr!“ Hab ich richtig gehört?? Ich alleine mit Frauli in den Bergen???

Jaaaaaa, ich alleine mit Frauli in den Bergen!!!
Urlaub fahren ist super!

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Stöckerl, Stöckerl, Stöckerl!

Veröffentlicht 21. Juli 2012 von sonjaschiff

Erinnert Ihr Euch?
Othello hat mir doch vor einigen Tagen erzählt, dass jeder Hund eine Aufgabe braucht. Etwas das sein Leben mit Sinn erfüllt. Eine Berufung.

Nun, dieses Gespräch lässt mich nicht mehr los. Seit ein paar Tagen bin ich ja in der Pubertät, also fast erwachsen und muss mir natürlich langsam mal überlegen, was ich mit meinem Leben so anfangen werde. Othello hat gemeint, die Aufgabe würde ich in mir finden als Leidenschaft. Diese Leidenschaft würde in mir brennen. „Leidenschaft macht dich glücklich“, meinte Othello mit verklärten Augen und erzählte weiter: „Dein Herz hüpft, wenn du deine Leidenschaft ausübst.“ Mah, ich mag auch eine Leidenschaft haben, die meine Augen so zum Leuchten bringt.

Nun, was bringt mein Herz zum Hüpfen? Mal nachdenken….
Spielen und Toben! Hmmm…..und der Beruf dazu? „Spielzeughund“ schlug Othello vor. Also ich weiss nicht………

Fressen! Fressen macht mich sehr glücklich. Sehr, sehr, sehr!! Aber Othello meint, daraus ließe sich nur schwer eine Aufgabe basteln. Vielfraß vielleicht. Früher, etwa im alten Rom, erzählte Othello, hätten Hunde und Katzen Essen vorgekostet und damit das Leben der Herrli und Fraulis gerettet. Und viele wären daran elendig zu Grunde gegangen, wenn das Essen vergiftet war. Uuuuiiiiiii! Neeeee, das ist ja wirklich keine Aufgabe für mich. Weder im alten Rom noch heute.

Stöckerl! Stöckerl liebe ich über alles. Ja genau! Was macht mich glücklich? Was bringt mein Herz zum Hüpfen? STÖCKERL!! Stöckerl machen mit glücklich. Eindeutig. Lange Stöckerl, kurze Stöckerl, feste Stöckerl, mürbe Stöckerl, trockene Stöckerl, nasse Stöckerl, kleine Stöckerl, große Stöckerl, frische Stöckerl, alte Stöckerl. Ich liebe Stöckerl in allen Variationen. Stöckerl sind meine wahre Passion. Für ein Stöckerl tu ich alles. Ich suche mit Leidenschaft Stöckerl. Ich zerkaue super gerne Stöckerl. Ich bringe das Stöckerl zum Frauli und freu mich über ihre Freude. Ich verteidige mein Stöckerl gegen jeden Hund! Ich erkämpfe mir mein Stöckerl selbst von großen Hunden. Mein Stöckerl lässt mich sogar Fressen vergessen. Stellt Euch das mal vor!! Ja, meine wahre Leidenschaft ist das Stöckerl!

Und jetzt……….*grübel*………hmmmm…….? Was ist mein zukünftiger Beruf? Meine Aufgabe fürs Leben? Was mach ich mit den vielen Stöckerln? Irgendwelche Ideen Ihr da draußen?

Vorbei ist die Kindheit!

Veröffentlicht 16. Juli 2012 von sonjaschiff

Frauli hat heute beschlossen, daß ich ab nun kein Welpe mehr bin.
„Mit 6 Monaten, 53 cm Höhe und einem Gewicht von 18 Kilo ist man kein Baby mehr“ meinte sie.
Also, ich weiss noch nicht, ob ich damit wirklich einverstanden bin! Behalte ich wenigstens den Prinzessinen-Status???

Das Foto oben zeigt mich beim Einzug am 10. Juni 2012. Naja, zugegeben, da war ich schon irgendwie ein „Zwutschgerl.“

Aber so viel erwachsener seh ich doch jetzt auch wieder nicht aus, dass man mir gleich meine Kindheit rauben muss. Oder?? Ich ersuche dringend um emotionale Unterstützung!

Gut, ich bin 10 cm gewachsen in 4 Wochen. Aber kann ich da was dafür. Sind doch die Wachstumshormone! Ja, ich habe 5 Kilo zugenommen. Und? Ich musste mich anpassen! Herrli, Frauli und Othello sind nämlich auch nicht gerade zart gebaut! Aber mir wirds vorgeworfen. Mir. Also wirklich!

„Du bist jetzt ein Junghund.“ sagte Frauli und mir schwante gleich nix Gutes. Das Training wird immer umfangreicher und härter! „Mit einem Hund muss man arbeiten“ ist mein Frauli überzeugt.
Angefangen hat alles mit „Sitz“. Gut, für ein Gutzi tu ich alles. Kein Problem. Dann kam „Platz“. Okay, wenns denn sein muss und wenn das Gutzi auch gut genug ist. Geh ich halt „Platz“. Seit mittlerweile 2 Wochen hör ich aber immer „Fuss“. Dabei klopft sich Frauli kräftig auf den linken Schenkel und fuchtelt mit dem Gutzi vor meiner Nase rum. Maaaaaann, soll sie mir doch einfach geben das Ding. Aber nein: „Fuuussssssss“. Mag ich gar nicht so toll. Gar nicht.
Ja, und seit ich nun Jundhund bin, höre ich so Sachen wie „Bleib“, worauf ich liegen oder sitzen bleiben muss bis die gnädige Frau mich endlich erlöst mit „Frei“. Außerdem kam „Steh“ dazu vor jeder Kreuzung. Aber gestern hat sie mit dem Blödesten überhaupt angefangen: „Pfote“ und „High five“.
Junghund sein ist Scheisse.

Herrlihund oder Fraulihund?

Veröffentlicht 13. Juli 2012 von sonjaschiff

Gestern hab ich ein Gespräch zwischen Sonja und Rochus belauscht. Die beiden diskutierten, ob ich ein Herrlihund oder eher ein Fraulihund bin.

Mann, was für eine dämliche Frage?
Also lag ich unterm Tisch, tat so als wäre ich gar nicht da und betrieb somit Spionage.

Herrli meinte, ich wäre ein Herrlihund. Weil ich morgens immer zu ihm schmusen käme und weil er, also Herrli, ja tagtäglich für mich da wäre, während Frauli außer Haus arbeiten wäre.
Frauli meinte dazu nur laut lachend: „Sicher nicht. Für Nutella bist du vor allem Personal. Weil du alles tust, um sie gut zu unterhalten. Du versuchst ihr zu gefallen.“
Frauli war der festen Meinung, daß ich ein Fraulihund wäre und sagte dazu: „Jeder Hund braucht einen Rudelchef und klare Regeln, um sich sicher zu fühlen.“ Sie meint, diese Aufgabe hätte sie als Erziehende deutlich übernommen. „Interessant ist für einen Hund, wer sich rar macht“ behauptet sie.

Mamma mia, haben die Sorgen!
Herrlihund? Fraulihund? Muss ich mich echt entscheiden?
Kennt IHR Euch noch aus? Weil mir schwirrt echt der Kopf!

Aber, schon mal gut zu wissen, daß alle beide gerne
meine Favoriten wären 🙂

Old Boy Othello

Veröffentlicht 9. Juli 2012 von sonjaschiff

Heute erzähle ich mal nicht von mir. Auch wenn ich schon wieder tolle Sachen erlebt habe. Nein, heute erzähle ich Euch von Othello, meinem alten Freund.

Othello ist ein Spanielmischling und sage und schreibe 14,5 Jahre alt. Weiss gar nicht wie oft man schlafen muss, bis man 14,5 Jahre  ist. Puh!!  Othello lebt schon 14 Jahre mit Frauli und er war so alt wie ich heute, als er zu Frauli kam. Er hat mir erzählt sie hätte ihn aus dem Tierheim geholt eines Tages und seitdem wäre er bei Frauli. Rochus kam erst später dazu. Den haben sie zusammen aus Frankfurt geholt, er und Frauli.

Stellt Euch vor, Othello wurde von seiner ersten Familie im Winter, spät in der Nacht, beim Zaun am Tierheim angehängt. Stundenlang hat er darauf gewartet wieder abgeholt zu werden. Er hat sich schrecklich gefürchtet, dann begann es zu schneien und er fror ganz erbärmlich, hatte riesigen Hunger und war sooo alleine. Morgens haben ihn dann die MitarbeiterInnen des Tierheims gefunden. Da war er schon ganz verzweifelt und unterkühlt. Aber er hatte Glück! Nach nur 3 Tagen im Tierheim, entdeckte ihn Sonja und nahm ihn mit. Seitdem lebt er bei ihr und sie nennt ihn meinen „Seelenhund“.
Othello hat mir erzählt, daß Frauli mal eine schlimme Zeit hatte und sehr viel weinte. Da hätte er sich dann zu ihr gelegt, ganz nah, und ihre Tränen geleckt. Bis sie wieder heiter war und ihn mit einem langen Spaziergang belohnte. War ganz schön viel Arbeit, meinte er „Seelenhund“ zu sein.

Überhaupt. Othello hat mir erklärt, daß jeder Hund eine Aufgabe hat. Es gibt etwa Lawinensuchhunde, Polizeihunde, Blindenhunde, Trüffelsuchhunde und Wachhunde. Es wäre wichtig eine Aufgabe zu haben, Sinn im Leben, eine Berufung. Othello hat sich entschieden Seelenhund und Schmusehund zu sein. Das wäre er heute noch, mit Leib und Seele. Klingt interessant, oder? Welche Aufgabe ich wohl mal haben werde??

Othello ist ein sehr alter Herr. Früher war er mal schwarzhaarig und, wie er mir versicherte, schlank mit guter Figur. Jetzt aber ist er etwas mollig und aus der Form. Zudem ist er ganz weiss im Gesicht und um die Augen, Frauli nennt das „Altersbrille“. Außerdem ist er der letzte Überlebende seines Wurfes. Und das obwohl er einen Herzfehler hat und vor Jahren von einem großen Hund attackiert und am Hals schwer verletzt wurde. Frauli sagt, Othello wäre ein Methusalem. Keine Ahnung was das ist ein Methusalem. Aber dürfte nicht weh tun.

Othello ist ein bisschen langsam. Der trottet immer gemütlich dahin. Er kann nicht mehr so gut „hopp“ und tut sich beim Stiegensteigen schwer. Aber trotzdem will er manchmal mit mir „hopp“ machen und über Baumstämme springen. Da packt Frauli ihn dann immer heimlich am Hundegeschirr und hilft kräftig mit. Und wenn Othello sich dann freut wie ein König, lässt Frauli schnell das Hundegeschirr aus, damit er nicht merkt, dass ihm geholfen wurde. Schaut mal wie er sich vorgestern freute mit mir als ich „hopp“ machte!

Manchmal, wenn Frauli mit Othello schmust, sehe ich, dass sie ganz traurige Augen bekommt. Sie flüstert dann mit ihm, sagt „mein bester alter Hund“ zu ihm und streichelt ihn ganz sanft. Und ich hab genau gesehen, daß Othello für Gutzis nichts mehr tun muss. Ich muss ja „platz“ und „sitz“ machen und so Zeugs, damit ich ein paar Gutzis abstauben kann. Aber Othello bekommt die Gutzis ohne Aufgabe. Einfach weil er da ist und knuffig schaut mit seinem weissen Gesichtchen. Ich glaube, Seelenhund sein ist etwas ganz Besonderes und hat viele Vorzüge.

Othello hat mir gesagt, dass er jetzt 14 Jahre aufs Frauli und 10 Jahre aufs Herrli aufgepasst hätte. In näherer Zukunft könnte er das aber nicht mehr machen. So in 2-3 Jahren vielleicht. Bis dahin sollte ich erwachsen geworden sein, denn dann müsste ich das übernehmen. Ohne Aufpassen machen die nur Blödsinn, meinte er. Viel Bewegung bräuchten Herrli und Frauli, Unterhaltung, Gefahrensicherung beim Wandern, Schutz vor Angreifern und eben viel Liebe. 

Ich habs ihm hoch und heilig versprochen und er guckte danach sehr zufrieden. Bisschen melancholisch der old boy. Solange er mit mir „hopp“ macht, so unglaublich lange schwimmen geht und nach einer langen Wanderung gleich zwei Stufen auf einmal nimmt, wenn wir nach Hause kommen, seh ich ja echt keinen Grund für Dramatik.  Außerdem: Wäre etwas früh für mich so große Aufgaben zu übernehmen. Bin doch noch ein Baby….!

Aufregendes Leben!

Veröffentlicht 8. Juli 2012 von sonjaschiff

Dieses Wochenende ist ein sehr aufregendes Wochen- ende! Das aufregendste Wochenende meines bis- herigen Lebens. Überhaupt, mein ganzes Leben ist soooo schrecklich aufregend!

Erste Aufregung:
Ich bin jetzt 6 Monate alt. Ein ganzes halbes Jahr! Und ich bin richtig groß und stark geworden. 50 cm bei 17 kg, hat der Tierarzt gesagt und dazu gemeint, ich hätte eine Traumfigur!
Das hätte sich der böse Herr, der mich damals -gemeinsam mit meiner Schwester Maya- auf einer Müllhalde in der Slowakei entsorgt hat, wohl auch nicht gedacht. Ja, wir leben Du Arschloch. Uuups. Tschuldigung, war nicht prinzessinenlike. Musste aber gesagt werden!
Maya hat jetzt übrigens auch eine richtige Familie gefunden. Hat mir mein Frauli erzählt und die hat das wiederum vom Pflegefrauli erfahren. Maya lebt jetzt mit einem großen Rudel, 3 Hunden und 4 Menschen, im Waldviertel. Ist das nicht wunderbar? Ich freu mich sooooo. Alles Gute, meine liebe Maya!

Zweite Aufregung:
Ich bin jetzt seit einem Monat bei Sonja, Rochus und Othello. Heute vor 4 Wochen bin ich als schüchternes und etwas ängstliches Mädchen nach Salzburg gebracht worden in mein neues Leben. Dazwischen ist schon sooo viel passiert. Ich hab gelernt nicht mehr in die Wohnung Kaka und Pipi zu machen. Eine Prinzessin muss nämlich ihre Höhle sauber halten! Ich hab gelernt in meinem Körbchen zu schlafen die gaaaanze Nacht. Nur morgens hüpfe ich zu Herrli unter die Decke. Ich kann schon wie eine Große in die Stadt spazieren gehen. Fürchte mich nur noch ein klein wenig vor Skateboardfahrern, Radfahrern und Kindern. Außerdem kann ich schon recht gut „fuss“, „sitz“ und „platz“. Nur am „hiiiier“ muss Frauli noch mit mir arbeiten. Und ich kann voll gut „hopp“. Ja „hopp“ kann ich sehr gut. Ich liebe „hopp“! Außerdem habe ich meine Scheu vor Wasser verloren und tobe ausgelassen durch bauchhohes Wasser. Nur schwimmen mag ich noch nicht.

Dritte und größte Aufregung:
Wir haben das erste Mal Besuch! 5 Tage lang waren Gianna (die Tochter von Herrli) und deren Freundin Maxi bei uns zu Besuch. Und die hatten Akibo, einen Labrador bei sich. Der ist jetzt mein allerallerbester Freund. Ich hab mich mächtig ins Zeug gelegt um ihm zu gefallen, ihn geneckt, seine Lefzen geleckt wo und wann es nur ging, ihn besprungen.
Alles nur, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen. Wie die Typen halt so sind, hat er auf Gleichgültigkeit gemacht. Aber ich hab genau gesehen wie toll er mich fand! Eh klar, bin ja auch eine Prinzessin.
Akibo ist sooooo groß und er kann einfach alles. Rohes Fleisch essen etwa. Einen großen Topf voll. Im tiefen See schwimmen. Sich auf Befehl schütteln. Überhaupt ist er sehr folgsam, kann alle Befehle dieser Welt. Er macht Männchen. Er schnippt nach Gutzis, die man ihm auf die Nase legt. Er hüpft auf Fingerzeig auf eine Bank und bleibt dort liegen bis sein Frauli ihm sagt, dass er runter darf. Und er kann „Posing“ wie ein Fotomodell.
Sein Frauli ist Fotografin und macht professionelle Pfotenfotografie für Hunde und Pferde Schaut euch mal die Fotos an, sind alle von Gianna!

Frauli hat sich bei Gianna Tipps geholt, wie man mit mir klarer und konsequenter umgeht. Weil ich doch ein großer Hund werde, muss ich gut folgen, meint mein Frauli. Und hat Herrli geschimpft, weil er immer nur pfeift, Nutella ruft ganz ohne Befehle und sich nicht an der Erziehungsarbeit beteiligt. Ich finde das gut. Eine Prinzessin braucht jemanden zum Blödeln und Liebhaben ganz ohne Befehle.

Gestern sind wir im großen Rudel- Sonja, Rochus, Gianna, Maxi, Othello, Akibo und ich- um den Hintersee gewandert. Mann, war ich kaputt am Ende des Tages. Vor und zurück, rundherum, Stöckchen suchen und holen, viele Male „hopp“ und dazwischen Training, Training, Training und Lefzen lecken – ich war echt kaputt.
Unser Besuch ist vor 3 Stunden gefahren. Mein Freund Akibo ist wieder weg. Jetzt bin ich mal sehr traurig. HEUUUL! Und ich muss mich kräftig erholen. Also, einen schönen Sonntag euch allen!

Sonntag mit Hundehitze

Veröffentlicht 1. Juli 2012 von sonjaschiff

Frauli meinte heute, es hätte eine Affenhitze. Warum das Affenhitze heisst, konnte sie mir nicht erklären. Eigentlich müsste es ja Hundehitze heissen. Also, ich hab sie schon die ganze letzte Woche gefühlt, die Hundehitze! Und wie!
Aber heute haben wir der Hitze ein Schnippchen geschlagen. Um 7 Uhr, ich war eigentlich noch todmüde, hat Frauli mich und Othello geweckt. Ich dachte erfreut: „Oh, verfrühtes Frühstück!“

Aber, es gab nichts. Stattdessen packten Sonja und Rochus ganz geheimnisvoll zwei Rucksäcke: Brot, Wurst, Kaffee, Ei, Hundefutter, Decken, Handtücher. Othello wurde ganz aufgeregt, wedelte mit dem Schwanz und rannte hektisch an der Haustür auf und ab. Ich hörte die Zweibeiner etwas von „Picknick“ reden und von „Hintersee“. „Jajajaja, ich weiss, ich bin noch jung und kenne mich nicht aus. Macht nur !“ dachte ich mir und bemühte mich um Gleichgültigkeit. Wobei das echt schwer war in Anbetracht der Freude aller Anwesenden.

Und dann- wie so oft- Autofahren. Wäh! Auch wenn ich mittlerweile weiss, daß nach Autofahren immer etwas Nettes kommt, höre ich nicht auf es zu hassen. Also, eine halbe Stunde sabbern war angesagt. Aber dann…….dann war er da: Der Hintersee. Booooaaahhhhh. So viel Wasser habe ich noch nie gesehen!!

Zuerst wanderten wir ein wenig bis zum Lieblingsstrand der drei. Othello und Frauli gingen dann sofort laaaaange schwimmen. Ich bewachte einstweilen Herrli und Picknick. Irgendjemand muss ja die Stellung halten. Und danach gabs endlich dieses ominöse Picknick. Und jetzt weiss ichs: Picknick ist Fressen am See. Suuuuper!!

Ich bekam mein Futter. Dann noch etwas das die Zweibeiner Brot nennen. Lecker! Und ein bisschen Schinkenwurst. Voll lecker!!! Und dann warf Frauli so kleine Hundechipsscheiben ins Wasser. Und ich immer hinterher bis- uuuuups- das Wasser war aber tief! Und plötzlich schwamm ich!


Nur ganz kurz aber immerhin. Was das für einen Jubel auslöste.
Mit Schwimmen mach ich aaaaaaaaalle glücklich 🙂 Ich mag es alle glücklich zu machen!
Der Rest des Tages war dann soooo was von faul und döselig. Ab und zu ging einer der Zweibeiner schwimmen. Othello war viel Wassertreten oder er lag bei Frauli.
Bitte, in Handtüchter gehüllt, auf der Decke! Was mit dem alten Hund herumgetan wird! Tztztz. Ich lag direkt neben meinem Herrli und hatte alle Stöckchen, die am Strand lagen in Arbeit. Voll viel zu tun also!

Eines weiss ich: Hundehitze, Picknick und Hintersee mag ich!!

Übrigens: Frauli hat etwas mitgebracht vom See. Sonnenbrand. Ist aber nix zum essen. Leider.